| Einführung und Überblick |
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In diesem „zum Thema…“ Schwerpunkt sollen die Transitwege in Tirol im Hoch- und Spätmittelalter kurz dargestellt werden. Bereits zu dieser Zeit wurden schon Waren und Personen über die Alpen in Nord- Südlicher Richtung transportiert, wobei die Wege antiken Ursprungs waren. Die Römer nutzten die Pässe Brenner, Fernpass, Reschen, und den Ausgang des Inntales bei Kufstein. Diese Transportwege wurden in der Völkerwanderungszeit zwar weiterhin von durchziehenden Gruppen benutzt – Italien war ein begehrtes Ziel – jedoch wurden bereits zu dieser Zeit die Strassen dem Verfall aufgrund mangelnder Wartung preisgegeben. Der Fernhandel kam aufgrund verschiedenster Faktoren, zu denen auch die Unsicherheit der Strassen gehörte, zwischen Norden und Süden beinahe zum Erliegen. Transit im Mittelalter bedeutete in erster Linie Personenverkehr. Trotz der landläufigen Meinung der Sesshaftigkeit des Menschen in dieser Epoche, war das Mittelalter von einer starken Mobilität geprägt, wobei es zwischen den verschiednen Ständen Unterschiede gab. War der Bauernstand zumeist schollengebunden, so war das Bürgertum, vor allem wegen des Handels einigermaßen mobil. Adel und Klerus hingegen mussten wegen verschiedenster Verpflichtungen oft und häufig weite Wegstrecken zurücklegen. Neben dem Personentransit entwickelte sich auch ein gewisser Fernhandel. Dieser muß jedoch unter vollkommen anderen Gesichtspunkten gesehen werden als unser heutiger Transitverkehr. Der Transport zahlte sich also vor allem für kleine hochpreisige Artikel, so zum Beispiel Gewürze, aus, welche einen hohen Gewinn versprachen. Massengüter wurden im Mittelalter vor allem aus der nahen Umgebung bezogen, Luxusgüter wurden oft weit transportiert, wie zum Beispiel Seide und Gewürze. Daneben gab es auch eine interessante Einnahmequelle für Städte: Hall hatte zum Beispiel das Stapelrecht, welches durchziehende Kaufleute verpflichtete, ihre Waren eine gewisse Zeitspanne lang in Hall anzubieten und für diesen „Dienst“ bezahlen mussten. Im späten Mittelalter änderte sich die Situation grundlegend. Durch die immer größeren Fördermengen der Saline von Hall wurden nun auch große Gütermengen exportiert. Bei Hall bot sich der Transport über den Inn Richtung Bayern an. Diese Route wurde auch genützt, aber daneben brachte man Salz auch nach Schwaben, was über den Wasserweg nicht möglich war. Salz wurde in Fässern über den Landweg bis Nassereith gebracht, dann über den Fernpass dorthin transportiert. In diesem „zum Thema…“ sollen folgende Aspekte des mittelalterlichen Transits beleuchtet werden:
Momentan findet auch im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum eine Ausstellung zu diesem Thema statt. {mos_smf_discuss:Transit durch Tirol im Mittelalter} mf, 2005 |



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