| Osttirol. Vom ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart |
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Bis 1918 gab es zwischen Ost-, Nord- und Südtirol keine Staatsgrenze – Tirol war eine geographische Einheit. Zwar stellte Osttirol eine Grenzregion zu Kärnten dar, war aber in seiner Kultur und Verwaltung in Tirol verwurzelt. Durch den Frieden von St. Germain en Laye wurde jedoch die geographische Verbindung unterbrochen. Besonders die wirtschaftlichen und sozialen Umstände der Zeit werden als Erklärungsmodel für den späteren „Anschluss“ genauestens skizziert. Die Zeit des Dritten Reiches wird ausführlichst unter folgenden Gesichtspunkten analysiert: An diesen Abschnitt anschließend, wird die Zeit ab 1945 bis in die Gegenwart unter folgenden Gesichtspunkten betrachtet: Das Buch fesselt von der ersten Seite an: Der Inhalt wird in überschaubaren Kapiteln dem Leser präsentiert. Der Informationsgehalt ist erstaunlich groß, wobei Textpassagen durch geschickt poitionierte und ausgewählte Bilder unterstrichen werden. Im Unterschied zu vielen anderen Werken, setzt dieses Buch wenig Vorwissen voraus, da der Autor es versteht, lokale Ereignisse im allgemein geschichtlichen Kontext schlüssig zu erklären. Durch die durchdachte Einteilung der Kapitel, wird beim Leser eine Spannung erzeugt, welche bei deutschsprachiger wissenschaftlicher Literatur ansonsten selten üblich ist. Da die Geschichte Osttirols in der Forschung bisher eine eher untergeordnete Rolle spielte, kann dieses Buch ohne weiteres als Standardliteratur zu diesem Bezirk gelten. In unserer Bewertungsskala von 5 möglichen Punkten vergeben wir daher als Novum: 5+ Punkte, was einer „Muss“ Empfehlung entspricht. (Autor: MF) |



Kofler, Martin: Osttirol. Vom ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Studienverlag. ISBN 3-7065-1876-7. Innsbruck 2005.gebunden