| Steinach |
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Die Urbesiedlung im Ortsgebiet von Steinach befand sich auf einem Hügel in Mauern bei der St. Ursula Kirche. Dieser Ortsteil wurde erstmals im Jahre 985 als „Muron“, urkundlich erwähnt. Tiezens folgte um 1200, wobei dieser Ortsteil zum Bistum Augsburg gehörte, welches einen Meierhof errichtete. Der älteste Erbhof Österreichs befindet sich in Tiezens; der „Bastehof“ befindet sich seit 1374 im Besitz der Familie Peer. Erst im Mittelalter wurde an der Stelle, wo die Römerstrasse den Talboden des Wipptales kreuzte eine Siedlung gegründet. 1220 wird „Staina“ das erste Mal erwähnt. Politisch und kirchlich war Steinach zu dieser Zeit an das Steinach wurde 1574 das Marktrecht verliehen, welches 1639 nochmals bestätigt wurde. 1631 zogen einige Steinacher im Rahmen des 30jährigen Krieges nach Graubünden und konnten erst nach sieben Jahren in ihre Heimat zurückkehren. An diese Begebenheit erinnert noch heute ein Fresko am Hotel Rose. Aufgrund seiner Lage an der Brennerstrasse nächtigten in Steinach auch viele bedeutende Persönlichkeiten: Karl V. und Ferdinand I. (1530), Papst Pius VI. (1782), Kurfürt Max Emanuel (1703) und viele andere. In Folge des Tiroler Freiheitskampfes schlug Andreas Hofer mehrmals in Steinach sein Hauptquartier auf und am 3.11.1809 wurde der Kapitulationsbeschluss ebenfalls hier gefasst. 1811 wurde Steinach zur politischen Gemeinde und 1936 zum Markt erhoben. Kirchengeschichte Steinach gehörte zur Urpfarre Matrei, erhielt aber bereits im Jahre 1570 eine eigene Kuratie. 1891 wurde Steinach zur Pfarre erhoben. Kirche zu Hl. Erasmus (Pfarrkirche) Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Kapelle, welche den Hl. Erasmus, Quirinus und Christophorus geweiht war. Dieses Gebäude wurde 1337-53 zur Erasmuskirche ausgebaut und unter Kaiser Maximilian zu Beginn des 16. Jahrhunderts umgebaut. Unter dem Kuraten Franz de Paula Penz wurde die Kirche in großzügiger Weise barockisiert. Beim großen Brand von Steinach im Jahre 1853 brannte die Kirche bis auf das Altarbild, welches noch rechtzeitig gerettet werden konnte, bis auf die Grundmauern ab. Zwei Jahre später wurde ein Neubau unter der Leitung des Architekten Joseph von Stadl im neoromanischen Stil errichtet. St. Ursula Kirche in Mauern Erstmals wurde diese Kirche im Jahre 985 urkundlich erwähnt. Die Anlage ist noch im romanischen Stil erhalten. Im Inneren wurde sie 1678 umgebaut und mit einem spätgotischen Altar ausgestattet. 1967-73 wurde sie umfassend restauriert. Der ursprüngliche Friedhof von Steinach wurde bei dieser Kirche angelegt, wo auch viele Tuxer beerdigt wurden, welche über das Schmirntal nach Steinach gebracht wurden. St. Ulrich Kirche in Tiezens Der Weiler unterstand der Oberhoheit des Bistums Augsburg, dessen Patron die Kirche geweiht wurde. 1306 wurde der Bau erstmals erwähnt und 1732 barockisiert. Berühmte Steinacher Luger, Georg Geb. 6.3.1849 in Steinach am Brenner, gest. 22.12.1923 in Berlin Holzmann, Hermann Geb. 18.1.1906 in Steinach am Brenner, gest. 10.9.1971 in Innsbruck |



Ortsteile: Plon, Steidlhof, Erlach, Harland, Saxen, Wolf, Stafflach, Salfaun, Puig, Mühlen, Tienzens, Mauern, Siegreith
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