| Pettnau |
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Die „Libolvinger“ starben in der Zeit zwischen 1320 und 1330 aus. Was blieb ist der Ortsname. Heute ist Leiblfing einwohnermäßig der größte Weiler von Pettnau.Die erste Besiedelung von Pettnau wird zwar schon um 800 angesetzt, schriftliche Aufzeichnungen darüber existieren jedoch nicht. So gilt das Jahr 1238 als Geburtsstunde des Ortes. Als Gemeinde wird Pettnau 1427 genannt; doch schon 1312 kommt der Ort im „Inntaler Steuerbuch“ vor. Ins 14. Jahrhundert fällt auch der erste Hinweis auf die Pettnauer Höfegeschichte: 1382 kauften der „Alte Bernhard von der Pettnau“ und seine Frau „Adelheid“ von „Oswald dem Milser“ den „Hof in Ober-, Unterpettnau und Mühlberg“. Da Pettnau in alter Zeit eine sumpfige, von Erlen bewachsene Gegend war, versuchte die Bevölkerung schon von jeher dem Inn dieses Land abzuringen: Das führte 1418 zum ersten Streit mit den Gemeinden auf der südlichen Innseite. Seit 1817 – damals zählte der Ort inklusive der 100 Dienstboten rund 320 Einwohner – ist Pettnau eine eigenständige Gemeinde, nachdem schon 1775 Pettnau als eigene Steuergemeinde im Theresianischen Kataster geführt wurde. (Quelle Haider – Köfler) KIRCHENGESCHICHTE
Bei der letzten Innenrenovierung 1965/66 kamen teilweise sehr gut erhaltenen Reste von gotischen Wandbildern zum Vorschein, das jüngere – eine 12 Aposteldarstellung gegen 1400 – wurde abgelöst und in die Nordwand des Presbyteriums versetzt, das ältere, wohl drei heilige Frauen, teilweise zerstört – um 1300 – wurde an der ursprünglichen Stelle belassen. Erwähnenswert sind die Rosenkranzmadonna (18. Jhdt.) über dem Altar und zwei Kruzifixe. An der Außenseite und zwar an der Nordwand, wurden Reste einer Kreuzigungsgruppe, vielleicht aus dem 14. Jhdt., gefunden. Die Außenrenovierung wurde im März 1990 abgeschlossen. Der ursprünglich mit Holzschindeln gedeckte Turmhelm wurde 1957 mit Kupfer gedeckt, musste aber wegen aufgetretener Schäden 1993/94 vollständig erneuert werden. Die Pfarre Leiblfing ist identisch mit der Gemeinde Pettnau. Die 1666 errichtete Kuratie wurde 1891 zur Pfarre erhoben. Sie trägt den Namen vom Ortsteil Leiblfing, wo die Hauptkirche steht. Zum Pfarrgebiet gehört auch die Filialkirche in Oberpettnau. Die letzte und umfassende Renovierung fand in den Jahren 1990 – 1995 statt. Dabei wurden Mauerreste zweier früherer Kirchen gefunden. Verschiedene Andenkentafeln weisen auf hier ansässige Adelsgeschlechter hin. In unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche steht nämlich der mächtige Mellaunerhof, vormals Gasthof Oettl, ein uralter gotischer Bau mit barocker Fassade, einst Poststation und daneben der Ansitz Stern-bach, derzeit in bäuerlichem Besitz. (Quelle: Hw. Pfarrer Franz Bonatti) Quelle: Gemeinde Pettnau |



Es war im Jahre 1238, als Probst Heinrich von Wilten an „Kuno den Libolvinger“ Güter in Innsbruck-Saggen übergab. Das war gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung von Leiblfing und damit der Gemeinde Pettnau.