Hall in Tirol PDF Drucken E-Mail
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Kirche zum Hl. Nikolaus (Pfarrkirche)

St. Nikolaus
St. Nikolaus
1281 wurde die erste Kirche an der Stelle der heutigen Pfarrkirche errichtet und eingeweiht, wobei zu dieser Zeit Hall noch keine Stadt war. Aufgrund der Stadterhebung und dem damit verbundenen Ansteigen der Bevölkerungszahlen wurde 1313-18 ein neuer Chor  und 1352 ein erweitertes Langhaus errichtet.
1342 wurde der Großteil der Stadt durch eine Feuersbrunst zerstört, so auch der Kirchturm, welcher  1478 neu errichtet wurde.
Durch die 1494 durch die Familie Fieger dem Eingang vorgebaute Kapelle wurden die Fresken zu beiden Seiten des Einganges zum Teil verdeckt. Diese stammen aus der Zeit um 1440 und wurden wahrscheinlich von Hans Masolt gefertigt.
Zu dieser Vorhalle, welche als Grabdenkmal für diese angesehene Familie konzipiert war, stifteten die Fieger drei spätgotische Steinfiguren: den Hl. Nikolaus, den „Schmerzensmann" und die Muttergottes.
Beim Erdbeben von 1670, von dem die Stadt schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, wurde auch der Turm beschädigt, so dass zu dieser Zeit der heutige barocke Turm errichtet wurde.
Das Innere der Kirche wurde beim Bau 1420-38 im spätgotischen Stil umgestaltet. Aus der Anfangszeit der Erbauung, aus dem Jahre 1420 ist noch ein Palmesel erhalten, der bei Prozessionen am Palmsonntag getragen wurde.
1752 wurde unter der Leitung von Josef Adam Mölk die grundlegende Barockisierung im Inneren eingeleitet: Im Hauptschiff wurden die gotischen Gewölbe entfernt und Fresken aus dem Leben des Hl. Nikolaus angefertigt. Dasselbe wurde in den Seitenschiffen durchgeführt, jedoch wurden diese dem jeweiligen Thema des Seitenaltares thematisch angepasst.
Die Seitenaltäre wurden erst im 18. Jahrhundert verändert, ebenso wie die 12 Apostel und die 4 Kirchenväter an den Seitenwänden der Seitenschiffe stammen aus dieser Zeit.

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1495 stiftete Ritter Florian von Waldauf der Haller Pfarrkirche seine berühmte Reliquiensammlung. Schwayger schreibt hierzu in seiner Chronik:
Von dem ursprünglichen Hochaltar ist nur mehr eine Muttergottes in der Kapelle erhalten, da 1753 von Christian Wörndle ein Barockaltar errichtet wurde.  Von den einstmals über 250 Reliquien ist nur mehr ein kleiner Teil erhalten.

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Kapelle zur Hl. Magdalena

Weltgericht
Weltgericht
Der erste Bau einer Kapelle wurde bereits in romanischer Zeit errichtet. 1281 wurde dieses Gotteshaus erstmals urkundlich erwähnt, wobei es sich hierbei um das heutige Geschäftslokal unterhalb der Magdalenenkapelle handelt. 1330 wurde der Aufbau der heutigen Kapelle als Allerheiligenkapelle erstmals genannt. Aus der Zeit um 1410 stammen die Fresken  von Gottvater, Maria , einigen Heiligen und dem Auszug der Hl. Drei Könige, welche vermutlich von einem Südtiroler Meister angefertigt wurden. 1466 fertigte der Innsbrucker Hofmaler Jobst Weninger das weltberühmte Fresko „ Weltgericht" an.
Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich das kleine Sakramentshäuschen auf der linken Seite.
Der gotische Flügelaltar aus dem Jahre 1480 stammt aus der Magdalenenkapelle im Halltal.
1923 wurde das Gotteshaus in eine Kriegergedächtniskapelle umgewandelt.

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Franziskanerkirche

1644 wurde die Franziskanerkirche neben einem Kloster errichtet ausserhalb der Stadtmauern errichtet. 1648 fand die Weihe des Gotteshauses statt. 1880 wurde die Kirche im Inneren grundlegend umgestaltet.

Salvatorkirche

Der Bau wurde am Ende des 14. Jahrhunderts duirch eine Stiftung des Hans Kripp errichtet, nachdem es angeblich an dieser Stelle zu einem Wunder gekommen war. Nachdem die Kirche 1871 ausbrannte, wurde sie im Inneren neugotisch gestaltet. 1945 wurde das Gotteshaus durch Bombentreffer beschädigt, wobei man bei der Restaurierung Fresken von 1406 freilegte.

Spitalskirche zum Hl. Geist


1347 wurde zusammen mit dem Spital eine Kirche errichtet, wurde aber durch das Erdbeben von 1670 aber zerstört. 1727/28 wurde an derselben Stelle, die heute noch in dieser Form erhaltene Spitalskirche wieder aufgebaut.

Kirche zu Mariä Heimsuchung (Stiftskirche)

1570 bei der Errichtung des Damenstiftes wurde auch eine Kirche für selbiges durch den Architekten Giovanni Lucchese erbaut. Diese wurde durch das Erdbeben von 1670 stark in Mitleidenschaft gezogen, wodurch sie 1690 bis 92 saniert und barockisiert wurde. 1772 gab Wolfgang Amadeus Mozart auf der Orgel der Kirche ein Konzert. In Folge der Klosteraufhebung im Jahre 1783 wurde das Gotteshaus profaniert und ausgeräumt, wobei die sakralen Gegenstände bis hin zur Orgel auf andere Gotteshäuser übertragen wurde.

Das Kirche wurde dann bis ins 20. Jahrhundert als Spital genutzt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sowohl Kirche als auch Kloster von Erzherzog Franz Ferdinand erworben und dem belgischen Orden „Filles du Sacre Coere" (im Volksmund „Weisse Tauben") übergeben. 1914 wurde die Kirche als Basilika neu geweiht.

Jesuitenkirche

Zusammen mit der Errichtung des Klosters 1573 wurde auch dieses Gotteshaus erbaut. 1683 wurde die Kirche barockisiert und 1771 mit prachtvollen Rokoko Altären ausgestattet. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde die Kirche 1806 profaniert und wird seit dem als Konzertraum benutzt, wobei sie sich durch hervorragende Akustik auszeichnet.

 



 

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