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Berühmte Persönlichkeiten:

Bucher, Georg 

Geboren am 23. April 1774 in Axams, gestorben am 28. August 1837 in Axams.
Bereits im Vorfeld des Tiroler Freiheitskampfes war er an den Kämpfen in Spinges 1798 unter Dr. Philipp von Wörndle als Scharfschütze im Einsatz und erhielt für seine Leistungen 1797 die Silbere Ehrenmedaille. Bei den Kampfhandlungen im Engadin 1799 und 1800 in Scharnitz war er ebenfalls im Einsatz, wobei er in Scharnitz als Hauptmann dem Feind gegenüber stand. Nach seiner Heirat mit der Ötzerin Sophie Haid, mit der er 8 Kinder hatte , erwirtschaftete er sich ein beachtliches Vermögen, welches zu einem Großen Teil für den Freiheitskampfes von 1809 verwendet wurde. Er kämpfte bei den wichtigsten Schlachten, und war bei der Dritten Bergiselschlacht der Unterkommandant seines Freundes Andreas Hofers. Nach der Niederlage der Tiroler wurde er verfolgt. 1827 erhielt er die Goldene Verdienstmedailie.

Kirchebner, Peter Paul

Geboren am 29. Juni 1812 in Axams, gestorben am 4. September 1846 in Fügen.
Peter Paul Kirchebner entstammte einer traditionellen Malerfamile. Bereits im Alter von 13 Jahren kopierte er Ölbilder und erhielt daraufhin ein Stipendium an der Akademie in München, wo er zwischen 1826 – 28 studierte. Anschließend besuchte er auch die Akademien in Wien und Venedig. Nach seinem Studium ging er zurück nach Tirol und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Portraits, Genre- und religiösen Tafelbildern im Stil des Biedermeiers. Im Tiroler Landesmuseum sind einige seiner Werke erhalten.

Dr.Schönherr, Karl 

Geboren am 24. Februar 1867 in Axams, gestorben am 15. März 1943 in Wien.
Der Sohn des Lehrers Josef Schönherr verbrachte die ersten Lebensjahre in Axams. 1872 ging die Familie Schönherr nach Schlanders, da sein Vater dort zum Oberlehrer bestellt wurde. Fünf Jahre später verstarb dieser und seine Mutter Maria ging mit den Kindern nach Bozen, wo er und sein Brüder die Mittelschule absolvierten. Karl Schönherr besuchte in Brixen, Hall und Bozen das Gymnasium und studierte im Anschuss an der Universität Innsbruck Germanistik. Zu dieser Zeit begann er sich auch für die Bewegung „Jung Tirol“ von Adolf Pichler zu interessieren. Trotz seiner Schriftstellerleidenschaft wechselte er 1887 sein Studium auf Medizin. Während dieser Zeit entstanden durch Ermunterung von Rudolf Greiz seine ersten Mundartgedichte und Erzählungen, sowie seine erste Novelle „Das Gamsenbödel“ (1888). Zwischenzeitlich versuchte er sich als Apothekeranwärter, bevor er sein Medizinstudium in Wien fortsetzte. 1896 promovierte er zum Dr. med.. Sein erstes Buch „Innthaler Schnalzer, Gedichte in Tiroler Mundart“ brachte er 1895 heraus. Obwohl er in Wien, beziehungsweise in St. Pölten als Hilfsarzt arbeitete, verweilte er im Sommer in Telfs bei seinem Freund Josef Pöschl (Maler und Bildhauer). Nach weitern Werken schaffte er 1902 den Durchbruch mit „Sonnwendtag“, welches im Burgtheater uraufgeführt wurde. Daraufhin widmete er sich nur mehr dem Schreiben und beendete seine medizinische Karriere. Neben Pöschl verkehrte er unter anderem mit Adolf Lorenz, Peter Rosegger und Vinzenz Chiavacci. 1922 heiratete er die Witwe von Chiavacci, der 1916 verstorben war.
Sein weltweiter Erfolg brachte ihm eine Vielzahl von Auszeichnungen ein. Unter anderem erhielt er das Ritterkreuz des Franz Josepfs-Orden, den Bauernfeldpreis, den deutschen Schillerpreis und dreimal den Grillparzerpreis.
Auch die Innsbrucker Exl-Bühne führte erfolgreich seit 1904 seine Werke auf.
Anlässlich seines 60. Geburtstages gab es neben einer Vielzahl von Auszeichnungen und Ehrungen auch seine erste Gesamtausgabe seiner Werke in vier Bänden. Die Gemeinde Axams enthüllte anlässlich seines 70. Geburtstages eine Bronzetafel, die an seinem Geburtshaus angebracht wurde. Die letzen Jahre von seines Lebens waren von Krankheit geprägt. 1939 erkrankte er an schwerem Siechtum, woran er am 15. März 1943 erlag und in Wien begraben wurde. Ihm zu Ehren wurde im Innsbrucker Stadtteil Saggen eine Straße benannt.


Karl Schönherrs Werke:

  • Das Gamsenbödel, 1888
  • Inntaler Schnalzer, Gedichte in Tiroler Mundart. Gedichte, 1894
  • Tiroler Marterln. Gedichte, 1894
  • Allerhand Kreuzköpf. Erzählungen, 1894
  • Der Judas von Tirol. Drama, 1897
  • Die Bildschnitzer. Drama, 1900
  • Sonnwendtag, 1902
  • Caritas. Erzählung, 1905
  • Karrnerleut. Drama, 1905
  • Familie. Drama, 1905; unter dem Titel Kindertragödie, 1913
  • Erde. Komödie des Lebens, 1907
  • Das Königreich, 1909
  • Über die Brücke, 1909
  • Glaube und Heimat. Die Tragödie eines Volkes. Drama, 1910
  • Aus meinem Merkbuch. Erzählung, 1911
  • Schuldbuch. Erzählung, 1913
  • Tiroler Bauernschwänke. Erzählungen, 1913
  • Der Weibsteufel. Drama, 1915
  • Volk in Not. Drama, 1916
  • Frau Suitner. Schauspiel in fünf Akten, 1916
  • Das Königreich. Volksmärchen in vier Akten. 1917
  • Narrenspiel des Lebens. Ärztetragödie, 1919
  • Die Hungerblockade. Drama, 1919
  • Der Kampf. Drama, 1920
  • Vivat academia, 1920
  • Es. Schauspiel in fünf Akten, 1922
  • Der Armendoktor. Drama, 1927
  • Der Spurius. Österreichische Komödie in drei Akten, 1927
  • Herr Doktor, haben Sie zu essen?. Drama, 1930
  • Gesamtausgabe seiner Werke in vier Bänden, 1927
  • Passionsspiel. Drama, 1933
  • Lied der Liebe, 1936
  • Die Fahne weht. Schauspiel in drei Akten, 1937

Autor: Mag. Isabella Fritz-Egg

Der ursprüngliche Artikel, den Sie bisher hier lesen konnten, wurde aufgrund der Einführung eines einheitlichen Schemas der Ortsgeschichten ausgetauscht. Sie können ihn aber weiterhin unter diesem Link aufrufen: Axams.



 

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