| Axams |
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Seit dem 8. Jahrhundert geben Urkunden des Hochstift Säben Auskunft über Besitzungen in „Ouxemes“ (Axams), daneben war ab 956 vor allem das Stift Frauenchiemsee der größte Grundbesitzer.
Die Grundherrschaft des Stiftes Frauenchiemsee in Axams muss sehr umfassend gewesen sein, da das Stift ab 1245 eine vogteiliche Gerichtsbarkeit über die Region ausübte. Erstmalig wird das
Axams entwickelte sich sehr schnell zu einer großen Agrargemeinde. Der Ort wurde von zwei Pestepidemien heimgesucht. Die erste Welle traf Axams im Jahr 1348, woran noch heute die Pestsäule in der Richtergasse erinnert. Die zweite Epidemie wütete in Omes, Kristen und Birgiz im Jahre 1630. Aus Angst vor neuerlichen Pestausbrüchen ließen die Axamer 1635 die Lindenkapelle erbauen. Schon im Vorfeld der Annexion Tirols durch Bayern kämpften Axamer Schützen 1797 bei den Schlachten in Spinges, wobei das Kontingent schwere Verluste hinnehmen musste. 1809 waren die Axamer wiederum in Spinges postiert und mussten ebenfalls einen hohen Blutzoll entrichten. Das Dorf besitzt eine lange Theater und Passionstradition. Bereits 1613 wurde eine eigene Theaterbühne erwähnt. Das „Spiel vom Weltgericht“ entstand 1651 und wurde aufgrund der Pestepedemie von 1630 aufgeführt. Das „Josefspiel – Von den 12 Söhnen Jakobs des Patriarchen“ wurde 1683 erstmalig aufgeführt und wird heute noch nach einer Handschrift von 1678 gespielt. Ab 1812 finden sich Passionspiel in Axams, welche ebenfalls heute noch aufgeführt werden. 1913 wurde ein eigenes Theaterhaus beim Dollinger erbaut und 1925 entstand ein eigener Theaterverein der von Alois Zorn ins Leben gerufen wurde. 1811, unter bayrischer Verwaltung, wurde Axams mit Omes vereinigt und zur selbständigen politischen Gemeinde erhoben. Bis ins 19. Jh. bildete die Flachs- und Leinenproduktion den wichtigsten Wirtschaftszweig der Gemeinde. Die Qualität dieser Produkte wurde sonst in Tirol nicht erreicht und in der Quantität entsprach Axams in etwa der des gesamten Ötztales. In die Produktion war der Großteil der Bevölkerung involviert.
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Aus der Zeit um 1000 v. Chr., der so genannten Urnenfeldzeit, sind auf dem heutigen Gemeindegebiet von Axams 2 Bronzelanzen und Tonscherben gefunden worden.
Urpfarre