Absam PDF Drucken E-Mail
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Kirchengeschichte:

Absam gehörte bis zum Jahre 1282 zur Urpfarre Thaur, welche die ganze Region umfasste. 1282 wurde unter Patronanz des Hochstiftes Augsburg die Pfarre Absam errichtet, wobei dieser Hall und Gnadenwald angehörte. Das Dorf Absam konnte sich nicht auf Dauer als Pfarrei gegen die Stadt Hall durchsetzen, sodass bereits vor 1440 die Absamer Pfarrer in Hall ansiedelten. Im 15. Jahrhundert ging die Pfarrei dann auch per iure an Hall über und Absam wurde eine Filialkirche der Salinenstadt. Erst 1736 wurde Absam zur Kuratie erhoben und fünfzig Jahre später im Jahre 1786 neuerlich eine eigenständige Pfarrei.
1972 wurde Eichat zum Pfarrvikariat erhoben.

St. Michaels Kirche
Diese wird erstmals im Jahre 1331 urkundlich erwähnt und war die erste Pfarrkirche von Absam. 1413 beim Bayerneinfall wurde sie niedergebrannt und vollkommen zerstört. Baumeister Hanz Sewer aus Hall begann dann 1420 den Wiederaufbau der 1440 abgeschlossen wurde. Hans Sewer hatte sich bereits in den Jahren zuvor mit dem Neubau des unteren Eglhauser Tores in Hall bekannt gemacht. Ein weiteres wichtiges Bauwerk unter seiner Leitung war der Bau der Haller Pfarrkirche zur selben Zeit.1779 wurde das Innere der St. Michaels Kirche im Rokoko Stil umgestaltet. So wurde erst 1930 bei einer Renovierung hinter dem rechten Seitenaltar ein spätgotisches Fresko mit der Mutter Gottes und vier weiteren weiblichen Personen freigelegt. Im linken Seitenaltar befindet sich ein Kruzifix aus dem Jahr 1492. 1797 kam es zu einer wundersamen Erscheinung der Muttergottes auf einer Fensterscheibe durch ein Bauernmädchen. Das Bildnis wurde noch im selben Jahre in die Absamer Pfarrkirche überführt, wodurch Absam zum meistbesuchten Wallfahrtsort Nordtirols wurde.
1898 wurde die stufenförmigen Dachgiebel am Hauptschiff der Kirche angebracht.

Berger- oder Freiungskapelle
Die Knappen des Salzberwerkes besaßen seit König Heinrich III. das Privileg, in niederen Gerichtsbarkeiten nicht den zuständigen Gerichtssitzen, sondern dem Salzmaier von Hall unterstellt zu sein. Diese „Freiung“ galt ab der Kapelle, welche sich am Eingang des Halltales befindet, bis hinter den Salzberg. Befand sich ein Knappe in diesem Bereich, so konnte die staatliche Gewalt ihm sogar bei Malefizverbrechen nichts mehr anhaben, sondern nur mehr ein Berggericht. Die Kapelle diente als Grenzstein für diesen Bereich. So wird auf einem Bild in der Kapelle aus dem 17. Jahrhundert der Heilige Ulrich (Patron von Augsburg), Heinrich III., Nikolaus (Salzpatron) und der Heilige Romedius von Thauer dargestellt. Die Kapelle wurde im Jahre 1950 Innen und Außen renoviert.

St. Magdalena
Mitten im Halltal steht die Filialkirche St. Magdalena aus dem Jahre 1486. Der Kirche war ursprünglich ein Kloster der „Waldbrüder“ und später der Augustinerinnen angeschlossen, welche 1522 nach Schwaz übersiedelten. Bei einem Erdbeben im Jahre 1670 wurde sowohl die Kirche als auch das Kloster zerstört. Die Kirche wurde im Jahre 1690 wieder errichtet, jedoch verfiel sie dermaßen, dass 1923 der Flügelaltar zur Magdalenenkapelle übertragen wurde und die Kirche selbst wurde säkularisierte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie renoviert und im Jahre 1947 wieder geweiht.



 

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