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Mauls
Mauls war schon im römischer Zeit besiedelt, wie archäologische Funde belegen. So wurde bereits 1589 auf dem Schneeberg ein Mithras Relief von Hirten gefunden, welches ins Tal gebracht und am Zollhaus montiert wurde. Heute befindet es sich in Sterzing.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mauls im Jahre 990, als Albert von Stilfes seine Besitzungen in Stilfes, Mauls und Niederried dem Bistum Brixen vermachte. Welfenstein Erstmals urkundlich erwähnt wurde eine Festung mit diesem Namen im Jahre 1271, wobei der Bau wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert stammte. Zur Zeit der Erwähnung war die Anlage im Besitz des Otto Welf, der dem Geschlecht der Edlen von Welfsberg angehörte. Über die genaue Form der ursprünglichen Anlage ist wenig bekannt, da sie im 19. Jahrhundert neu errichtet wurde. 1470 kam sie in den Besitz der Niederlassung des Deutschen Orden in Sterzing. Um 1600 war sie bereits so verfallen, dass Oswald von Wolkenstein sie als „ain alt zerfallens Burgstall“ bezeichnete. Im 18. Jahrhundert war das Gemäuer bereits so zerfallen, dass man es als Baumaterialquelle verwendete. 1893-97 wurde durch den Innsbrucker Maler Edgar Meyer ein neues Schloss errichtet, welches den romantischen Vorstellungen der damaligen Zeit entsprach. Infolge der Besetzung Südtirols durch italienische Truppen 1918 wurde die Burg niedergebrannt, wobei viele Kunstgegenstände vernichtet wurden. Kirchengeschichte
Ursprünglich war Mauls Teil der Kirche zum Hl. Martin (Pfarrkirche) 1345 wurde erstmals eine Kirche in Mauls erwähnt, wobei schon 1433 ein Neubau folgte. Die bis heute in Mauls stehende Kirche wurde in den Jahren zwischen 1827-29 errichtet. Vom Bau aus dem 15. Jahrhundert ist nur mehr der Turm erhalten. Stilfes
Erstmals erwähnt wurde Stilfes in der Schenkungsurkunde des Quartinus, in der dieser Stilfes und Trens dem Kloster Innichen zukommen ließ. Ein Ministerialengeschlecht, die Herrn von Stilfes, wurden um 1100 mit der bischöflichen Verwaltung des Wipptales beauftragt. Diesen folgten um 1200 nach deren Aussterben die Herren von Trautson in diesem Amt nach. Zur Unterstützung erhielt dieses Geschlecht auch die Burg Sprechtenstein als Lehen. Sprechenstein
Schon in vorgeschichtlicher Zeit befand sich eine
Die Anlage wurde in zwei Bauwellen errichtet, wobei in der ersten Bauphase der runde Bergfried und die ihn umgebenden Gebäude gebaut wurden. Kirchengeschichte Um 1000 nach Christus wurde wahrscheinlich die Urpfarre Stilfes errichtet, wobei ein Pfarrer erstmals 1214 genannt wurde. Zumeist wurde die Pfarre durch Brixener Dompfarren verwaltet, die vor allem an den Einnahmen interessiert waren und die Seelsorge zumeist Hilfspriestern überließen. Kirche zum Hl Petrus (Pfarrkirche) Von der ersten Pfarrkirche in Stilfes sind keine Reste vorhanden. Im Jahre 1479 wurde ein Neubau fertig gestellt, von der heute noch der Turm erhalten ist. Das Langhaus wurde 1840-43 neu errichtet, wobei das Hauptportal der Kirche aus dem 15. Jahrhundert übernommen wurde. Trens
Erstmals Erwähnung fand Trens im Jahre 827 als Torrentes. Kirchengeschichte Als Teil der Urpfarre Stilfes, bekam Trens schon früh seelsorgerische Freiheiten durch die Existenz der Wallfahrtskirche. So hatte der Ort schon im 15. Jahrhundert eine tägliche Messe. Kirche zu „Unser lieben Frau an der Lahn“ (Wallfahrtskirche) Die erste Kirche wurde 1345 erstmals urkundlich erwähnt. Das Langhaus in der heutigen Form wurde im Jahre 1498 errichtet. 1753/54 wurde das Innere barockisiert.
(Autor: MF) |



Ortsteile: Stilfes, Mauls Trens
Mutterpfarre