| Bozen |
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Seite 2 von 5 ![]() Johannesplatz um 1880-90 Schon früh war Bozen für seine Bürgerspiele überregional bekannt, welche im Jahre 1514 sieben Tage andauerten. Organisiert wurden diese Veranstaltungen durch die Zünfte, wobei vor allem Passionsspiele, Fronleichnamsspiele und Drachenstechen vorherrschten. Die Passionsspiele haben sich bis in die heutige Zeit erhalten. Im 16. Jahrhundert wurde der Sitz des Landeshauptmanns an der Etsch nach Bozen verlegt, womit neben dem wirtschaftlichen auch der politische Aufschwung der Stadt begann.
Um Handel und Stadt noch mehr voneinander unabhängig zu machen, aber auch um die auswärtigen Händler zu schützen, errichtete 1635 Erzherzogin Claudia ein eigenes Handels und Wechselgericht für fremde Kaufleute. Da die meisten Markthändler aus Italien stammten, war die Sprache an diesem ![]() Torgglhaus um 1880-90 Durch den Friedenschluss von St. Germain en Laye wurde Südtirol von Tirol abgetrennt. Um die Stadt zu italienisieren, wurde sehr bald Industrie angesiedelt und die Stadt von einer Handelsmetropole zu einer Industriestadt umfunktioniert. Unter den Faschisten wurde diese Entwicklung noch weiter vorangetrieben und durch den betont italienischen Stil von Neubauten die Italinienisierung auch sichtbar gemacht. Hierfür bietet der Bahnhof ein auffälliges Beispiel. 1927 wurde Bozen zur Provinzhauptstadt und 1948 zum Sitz des Südtiroler Landtages. 1964 übersiedelte das umbenannte Bistum Bozen-Brixen von der ehemaligen Bischofsstadt nach Bozen.
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