| Abfaltersbach |
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Im Jahre 974 wird Abfaltersbach erstmals urkundlich als „Affulturpach“ erwähnt und stellte damals einen Aussenposten der bajuwarischen Herrschaft dar. 1160 wurde „Affoltrupach“ als Grenzeregion der freisingischen Herrschaft definiert. Des Weiteren stellte sie eine Grenze zwischen den Gerichten Heinfels, welches sich im Besitz des Klosters Innichen befand, und Anras, welches Teil der Herrschaft des Bistums Brixen war, dar. Infolge der Einführung der Schulpflicht unter Maria Theresia stiftete Johann Anton Aigner, ein Pfarrer aus Oberösterreich, 1778 einen Lehrer, einen Hilfspriester und einen Organisten für Abfaltersbach, wobei die Bestellung des Lehrers und des Organisten in den Händen des Wirtes des Gasthauses Aigner zukam. Bis 1904 diente eine Scheune als Schulgebäude, in diesem Jahr wurde eine Schule errichtet, welche heute als Gemeindehaus dient. Die Drau war für die Gemeinde immer ein gefährliches Gewässer, da Hochwasser oftmals die Siedlung bedrohten. So auch 1802 als die Bewohner eine Prozession für den 4. Juli mit Wassersegnung gelobten. Achtzig Jahre später, 1882, wurden 5 Gebäude Opfer der Fluten. Die Eisenbahn erreichte den Ort ab 1871, wobei die Abfalterer aber durchsetzten, dass der Bahnhof außerhalb des Ortes errichtet wurde. 1885 erweiterte sich das wirtschaftliche Potential Abfaltersbach: Waren bisher die Einnahmen aus der Landwirtschaft und dem Handwerk die einzigen gewesen, so errichtete jetzt das Gasthaus Aigner ein Badehaus, welches durch eine heilkräftige Quelle gespeist wurde. Dieses Gebäude stellt ein besonderes Beispiel eines Biedermeier „Bauernbadels“ dar. 1939 verlor Abfalterbach seine kommunale Unabhängigkeit und wurde Teil der Gemeinde Straßen. Zehn Jahre später wurde der ehemalige Zustand wiederhergestellt. Kirchengeschichte: Abfaltersbach war einst Teil der Kirche zum Hl. Andreas (Pfarrkirche) Die erste urkundliche Erwähnung einer Kapelle in Abfaltern findet sich im Jahre 1143. Da die Bevölkerungszahlen zunahmen, wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine Kirche errichtet. 1441 wurde dieser sakrale Bau zusammen mit dem Friedhof eingeweiht und im Jahre 1765 barockisiert. Von besonderer künstlerischer Bedeutung ist das Fresko des Hl Christophorus an der Außenwand, welches auf das Jahr 1460 datiert wird. Kirche zu Mariä Heimsuchung. Anstelle einer älteren Kapelle wurde 1722 unter der Leitung des Pfarrers Aigner (siehe oben) eine Filialkirche anstelle einer Kapelle errichtet. Aus der Kapelle stammt die Kanzel, welche um 1690 gefertigt wurde. In dieser Kapelle soll sich auch ein Wunder ereignet haben, wie eine Votivtafel, welche sich heute in Schloss Bruck befindet besagt: Ein totgeborenes Kind soll in der Kirche kurz ins Leben zurückgekehrt sein, um die Taufe zu empfangen. Berühmte Persönlichkeiten der Gemeinde Abfaltersbach: Troger, Simon Geb. 12.10.1683 in Abfaltersbach, gest. 25.9.1768 in Haidhausen bei München (Autor: MF) Der ursprüngliche Artikel, den Sie bisher hier lesen konnten, wurde aufgrund der Einführung eines einheitlichen Schemas der Ortsgeschichten ausgetauscht. Sie können ihn aber weiterhin unter diesem Link aufrufen: Abfaltersbach. |



Ortsteile: Abfalterbach, Abfaltern, Geselhaus
Urpfarre