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In der Tischofer Höhle in direkter Umgebung von Ebbs wurden erste Funde einer Siedelungstätigkeit aus der jüngeren Steinzeit entdeckt. Im selben Fundgebiet lässt sich auch der Anbau von Getreide nachweisen, was auf eine Sesshaftwerdung in der Zeit um 3000 v. Chr.hindeutet. Die Siedelung scheint dauerhaft bewohnt gewesen zu sein, da die archäologischen Befunde sich von der Bronzezeit bis in die Eisenzeit hinziehen. Als Als Urpfarre bot sich Ebbs als Verwaltungszentrum an, so wurde 1280 der Ort erstmals als 1504 kam Ebbs zu Tirol Im Jahr der Einführung der Schranne Ebbs wurde im Ort auch erstmals Schulunterricht erteilt. Um 1600 findet sich in Urkunden bereits ein Schulgebäude im Ort, diese war ursprünglich im Messnerhaus angesiedelt und kam später ins „Alte Schulhaus“. Während des 30 jährigen Krieges 1610 wurde in Ebbs die so genannte Gallas Schanze errichtet, deren Reste noch heute sichtbar sind. Neben der Landwirtschaft als Hauptwirtschaftszweig war noch eine Salpetersiederei und eine Pfannenschmiede im Ort angesiedelt. Aufgrund der Grenzlage wurde Ebbs in den Jahren 1703 und 1809 bei den Kriegen gegen Bayern schwer verwüstet. 1859 wurde die bereits seit dem Mittealter wegen der fossilen Funde bekannte Tischofer Höhle von Peter Anich untersucht und in seinem Werk „Wanderbilder“ beschrieben. Der 1906 gegründete Historische Verein in Kufstein, ließ diesen Ort untersuchen und stellt die gefundenen Exponate seit 1907 auf der Festung Kufstein aus. St. Nikolaus Burg (Burg Ebbs) Erstmals scheint dieses Befestigungswerk 1174 auf, und zwar in einem Nutzungsvertrag Kaiser Friedrichs I Barabarossa und dem Bischof von Bamberg. Ob sich der Name Kaisergebirge von dieser kaiserlichen Burg herleitet ist nicht geklärt. Bald hierauf kam die Burg an die Herzöge von Bayern, welche unterhalb des Bauwerkes mehrere Schwaighöfe anlegen ließen. 1351 kam durch die Heirat Margarete Maultaschs mit Ludwig von Bayern die Anlage als Geschenk an Tirol. Das ansässige Ministerialengeschlecht der Herren von Ebbs starb 1494 aus, jedoch hatte der Verfall der Burg schon vorher begonnen, da diese die Anlage verlassen hatten. Erhalten ist nur die ehemalige Schlosskapelle, welche bereits 1492 neu errichtet wurde. Kirchengeschichte Ebbs zählt zu den sogenannten Urpfarren, welche große Gebiete seelsorgerisch betreuen mussten. Erst im 19. Jahrhundert konnten die meisten Orte, die einer solchen zugehörig waren, ihre eigenen Pfarreien durchsetzen. Kirche zu Unserer Lieben Frau Geburt (Pfarrkirche) Schon im "Indiculus Arnonis" wurde eine Kirche (eine zweite für die Urpfarre in Niederndorf) in Ebbs genannt. 1748-1750 wurde das Gotteshaus unter Abraham Miltauer im Stil der Klosterkirche von Reisach im spätbarocken Stil neu errichtet. Kirche zum Hl. Nikolaus (Filialkirche) Einst als Burgkapelle der Burg Ebbs im Jahre 1361 erstmals genannt, wurde diese nach der Aufgabe der Befestigungsanlage im Jahre 1490 im spätgotischen Stil neu errichtet. Dieses Gebäude ist bis heute erhalten geblieben. Berühmte Persönlichkeiten aus Ebbs: Baumgartner, Johann Wolfgang Geb. 1712 in Ebbs, gest. 7.9.1761 in Augsburg (Autor: MF) Der ursprüngliche Artikel, den Sie bisher hier lesen konnten, wurde aufgrund der Einführung eines einheitlichen Schemas der Ortsgeschichten ausgetauscht. Sie können ihn aber weiterhin unter diesem Link aufrufen: Ebbs. |



Ortsteile: Ebbs, Oberndorf, Eichelwang, Kaisertal, Wagrain, Mühltal, Weidach, Buchberg
Urpfarre