Sölden PDF Drucken E-Mail
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Vent

Ursprünglich diente Vent den Bauern von Schnals als Alm und wurde auch von dort aus besiedelt. Den Anstoß zur Besiedelung ergab sich aus der Gründung von Schwaighöfen durch die Grafen von Tirol. 1241 wurde Vent erstmals als „Vende in Snals“ urkundlich erwähnt und zwar in einem Testament des Grafen Ulrich von Ulten, der im Falle seines Todes auf einem Kreuzzug Besitzungen im Ötztal an den Bischof von Brixen vermachen wollte. Seit dieser Zeit war Vent Teil des Gerichts Kastelbell und der Pfarre Tschars. Neben der Talbesiedelung gab es auch den „Rofenhof“ auf 2014 Meter Höhe, welcher zu den höchsten ganzjährig bewirtschafteten Landwirtschaften Tirols gehörte. Aufgrund der Lage wurde ihm von den Landesherrn besondere Rechte eingeräumt. Von 1350 an unterstand der Rofenhof direkt dem Burggrafen von Tirol und besaß Fischerei, Jagd und Asylrechte, Burgfrieden und Steuerfreiheit. 1496 wurden diese besonderen Rechte durch Kaiser Maximilian bestätigt. Die Steuerfreiheit blieb bis 1849, der Burgfrieden bis 1826 erhalten.
1826 kam Vent zum Gericht Silz und somit vom Schnalstal zum Ötztal und wurde 1854 mit der Gemeinde Sölden verbunden.
1860-72 war Franz Senn Kurat von Vent, der als Vater des Gletscheralpinismus und des Tourismus im Ötztal gilt. Er errichtete die erste Touristenherberge „zum Kuraten“.
Im Roman die Geir-Wally ist einer der Hauptschauplätze das Gebiet um Vent.

Kirchengeschichte

Aufgrund der Besiedelung durch die Gemeinde Schnals gehörte Vent urprünglich zur Pfarre Tschars und damit zur Diözese Trient. Durch die Errichtung einer Kaplanei in Sölden setzte bei der Venter Bevölkerung eine Tendenz Richtung Ötztal ein, jedoch blieb Vent bis zur Erhebung zur Pfarre 1891 Teil von Tschars. Bis 1938 gehörte Vent zur Diözese Trient.

Hl. Jakob Kirche (Pfarrkirche)
1502 wurde in Vent eine Kapelle zum Hl. Jakob geweiht, die jedoch im Jahre 1712 in eine Kirche umgebaut wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie von einer Lawine verschüttet und zerstört und sofort wieder aufgebaut. Der Hochaltar stammt aus einer aufgelassenen Kartause in Schnals.

Zwieselstein

Erstmals genannt wird Zwieselstein in einer Kaufurkunde Meinhards II. von Tirol.Seit 1627 stellt Zwieselstein einen Teil des Söldener Kirchspiels dar.

Die Filialkirche wurde zwischen 1747 und 1749 erbaut.

Autor: Mag. Michael Fritz



 

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