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Seite 2 von 3 Gurgl
Die Besiedelung der hintersten Ortschaft des Ötztales erfolgte nicht über das Inntal sondern über das Vinschgau. 1250 kam es zur ersten Nennung des Ortes, als ein „Heberhardus von Gurgele“ in einer Urkunde erwähnt wurde, der ein Dienstmann der Herrn von Montalban aus dem Vinschgau war. Zu dieser Zeit wurde das Gurgeltal noch dem Gericht Passeier zugeordnet. 1286 wurde es aber bereits in den Akten des Gerichtes Petersberg geführt und gehörte somit zum Ötztal. Die Ertragslage der Landwirtschaft war so gering, dass es sogar einmal einen Schwur der Bevölkerung gab, nicht mehr zu heiraten, um die Einwohnerzahl zu senken. Dieses Gelübde wurde zwanzig Jahre lang eingehalten.
Bis ins 19. Jahrhundert gab es oberhalb von Gurgl einen Gletschersee, welcher von Wissenschaftern oft besucht wurde. Da dieses Gewässer für oftmalige Überschwemmungen sorgte, hatte man bereits im 17. Jahrhundert eine Bohrschraube zum Damm gebracht, jedoch waren die damaligen Bemühungen, den See auszulassen, nicht von Erfolg gekrönt.
Wie auch Sölden brachte erst der Anstieg des Tourismus Veränderungen im Ort.
1931 landete der Ballonpionier Auguste Piccard nach einem Stratosphärenflug am Gurgler Ferner und wurde von dort geborgen, nachdem er eine Nacht auf dem Gipfel verbringen musste.
Kirchengeschichte
Wie Sölden gehörte Gurgl auch zur Urpfarre Silz und erhielt im Jahre 1727 eine eigene Kaplanei, der 1769 eine Kuratie folgte. Zur Pfarre wurde Gurgl 1891 wie alle ehemaligen Teile der Urpfarre Silz.
Hl. Johannes Nepomuk Kirche (Pfarrkirche)
Wann die erste Kapelle am Standort der heutigen Pfarrkirche errichtet wurde ist nicht bekannt. 1726 wurde die Nepomuk Kirche in Auftrag gegeben und 1737 geweiht. 1967 wurde der Bau nach Plänen von Clemens Holzmeister erweitert.
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