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Ortsteile: Anreitl, Außerwald, Berghof, Bichl, Bodenegg, Brandle, Brunnenberg, Ebene, Freistabl, Gaislach, Gaislach Alpe, Gampe Alpe, Gehörde, Gewerbegebiet, Giggijoch, Granbichl, Granstein, Granstein Alpe, Grünwald, Haimbach, Haimbach Alpe, Hamrach Alpe, Haselpuit, Heilig Kreuz, Hochwald, Hof, Höfle, Hütten Sölden, Infang, Innerwald, Kaiserberg, Kaisers, Kleble, Lehen, Leiterberg, Leithe, Lochlehn, Mapuit, Moos, Mühlau, Neder, Pitze, Platte, Plödern, Plör, Puit, Raindl, Rainstadl, Rechenau, Rettenbach Alpe, Rettenbach, Rettenbachl, Santle, Schmiedhof, See, Seiten, Unterwald, Wildmoos, Windach Alpe, Windau, Winterstall, Wohlfahrt, Zwieselstein, Zwieselstein Thayen, Hochsölden, Angern, Dreihäuser, Gurgl, Hochgurgl, Hütten Gurgl, Infang, Kressbrunnen, Königsrain, Pill, Pirchhütt, Poschach, Hütten Vent, Rofen, Vent
Da Sölden mit einer Fläche von 466 km2 die größte Gemeinde Österreichs ist und sich aus mehreren Ortschaften zusammensetzt, weicht diese Ortsgeschichte vom gewohnten Schema ab: Die wichtigsten Ortsteile werden in getrennten Absätzen einzeln behandelt.
Sölden:
Im 6. Jahrhundert wurde das Ötztal von Bajuwaren besiedelt, was zur Folge hatte, dass bayrische Klöster und Adelige oftmals in dieser Region großen Grundbesitz inne hatten.
Ursprünglich wurde das Gemeindegebiet von Sölden von Vinschgauer Bauernhöfen als Alm genutzt. 1067 kam es zur ersten urkundlichen Erwähnung. Großer Grundbesitzer in dieser Region waren die Herrn von Ronsberg, schwäbische Adelige, welche im Jahre 1150 dem Kloster Ottobeuren Schwaighöfe in „Seldon“ schenkten. Der Name Sölden leitete sich wahrscheinlich vom Wort „selda“ ab, was einen kleinen Hof bezeichnete, der nur eine Familie ernähren konnte. Aufgrund seiner abgelegenen Lage gingen die meisten Ereignisse der Geschichte am Tal spurlos vorüber, sodass bis ins 19. Jahrhundert sowohl die Erwerbszweige, als auch der Lebensstil sich nicht grundlegend änderten.
1777 wurde aufgrund der neu eingeführten Schulpflicht durch Maria Theresia die erste Schule errichtet, welche 1898 erweitert wurde.
Aufgrund des aufstrebenden Alpinismus und des gesteigerten Interesses am Gletscheralpinismus bekam Sölden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Ruf einer Tourismusgemeinde.
1897 wurde ein großes Strassenbauprogramm initiiert, welches das hintere Ötztal mit der übrigen Welt verband.
Kirchengeschichte
Sölden gehörte ursprünglich zur Urpfarre Silz, erhielt aber bereits im Jahre 1469 eine Kaplanei und 1498 eine eigene Kuratie. 1891 wurde in Sölden eine Pfarre errichtet.
Maria Heimsuchung (Pfarrkirche)
1408 wird am Platz der heutigen Pfarrkirche erstmals eine Kapelle urkundlich erwähnt. 1521 wurde diese abgerissen und der Stelle eine gotische Kirche errichtet. Bei einem Umbau 1752 wurde das Innere der Kirche barockisiert.
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