| Arzl im Pitztal |
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Die erste Besiedlung Arzls im Pitztal fand bereits in der in der Mittleren Bronzezeit statt. Grabungen am Burgstall im Jahre 1966 brachten 3 Siedlungsschichten zutage: eine aus der mittleren Bronzezeit, eine aus der Hallstatt- und eine aus der Römerzeit. Aus der Bronzezeit wurden Keramiken um 1500 v. Chr., aus der Hallstattzeit Spuren von Bauernhöfen und aus der Römerzeit Relikte einer Befestigungsanlage freigelegt. Aufgrund des römischen Militärlagers lässt sich der Name Arzl auf das lat. „arcella“ zurückführen, welches „kleines Lager“ bedeutet. Daneben wurde auch der „Osterstein“ freigelegt, der ursprünglich ein heidnischer Opferplatz war und später als Dingstatt fungierte. Wirtschaftlich war für Arzl neben der Landwirtschaft auch der Bergbau von Bedeutung: so war wahrscheinlich 1465 bereits eine Eisenhütte im Betrieb. 1809 kam es zu einem größeren Gefecht mit einem bayrischen Korps am Burgstall, wobei die Pitztaler den Übergang über den Pillersattel verhinderten.
Im 19. Jahrhundert gab es einen skurrilen wirtschaftlichen Versuch: man beabsichtigte in Arzl eine Seidenproduktion zu etablieren. Noch heute zeugen von diesem gescheiterten Experiment 2 Maulbeerbäume.
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Ortsteile: Arzl, Wald, Leins Ried jenseits der Pitze und Timmels
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