Hall: St. Nikolaus Kirche und Magdalenenkapelle PDF Drucken E-Mail
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Waldaufkapelle

Reliquienschädel
Reliquienschädel

1495 stiftete Ritter Florian von Waldauf der Haller Pfarrkirche seine berühmte Reliquiensammlung. Schwayger schreibt hierzu in seiner Chronik:

Waldaufaltar
Altar in der Waldaufkapelle
„Waltnstains stiftungen hie.

Anno 1503 ist das Stift von herrn Florian von Waltnstain nach laut des Stiftbriefs aufgericht und vollem worden hie zu Hall in der capelhi unser lieben frauen in sant Niclaus kirchen, nemlichen mit ainer gstiftn predicatur und tägliche mess mit sambt der cantorey und organistn, so teglichn das salve in men­smis singen, sambt andern vespern und ämbtern, Es hat auch diser stifter trefflich vil heiltumb aus frembden landen zu diser Stift Pracht und geben, mit sambt anderer zier und ornätn, mess­gwant, auch treflich gross thappesserey oder teppich. Er hat auch das heiltumb mit procession und grosser solennitet durch Jungfrauen lassen tragen in die stat, nemlichen neben ainer Jung­frauen (so ain heiltumb hat tragen) ain man, so mit  harnascht und weer geziert ist gewesen. Dise einplaittung ist geschehen anno Christi 1501 am suntag Cantate nach Ostern. [9. Mai.] Man hat all jar hernach am 3. suntag nach Georgi dis obpemelt heil­tumb zaigt mit grosser trefflicher solennitet. Dis heiltumb zaigen hat gewert pis anno 1524, ist durch die hoch obrigkait nachmals abgstelt worden aus ursachn diser zeit.
Diser stifter ist ain trefflicher, anselicher, verstendiger her gewesen, dan er in grossem ansehen ist gwesen und öbrister secretari pey dem grossmechtigen fürstn und herrn herrn Maxi­milian, römische kayser, der in dan adls gnoss auch zu rittet hat schlagen. Er ist auch pfleget und grichtsherr zu Rettnberg und Kolsas gewesen, ligt auch hie zu Hall begraben in der obpemelten seiner capelln mit sambt seinem gmahel und etlichen kinden. Hat ain etlichen sun hinter im verlassen. Harms Waltnstein; diser ist an leiberben abgstorben, auch etliche geht schulden hinder im ver­lassen, derhalben das gschloss und gricht Rettenberg keuflichn ist kumen an herrn Oswalde von Wolknstain."[2]


Von dem ursprünglichen Hochaltar ist nur mehr eine Muttergottes in der Kapelle erhalten, da 1753 von Christian Wörndle ein Barockaltar errichtet wurde.  Von den einstmals über 250 Reliquien ist nur mehr ein kleiner Teil erhalten.



 

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