| Heinfels |
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![]() Kolorierte Ansichtskarte um 1900 von Schloss Heinfels Es handelt sich um eine Burg im östlichen Pustertal. Der Zeitpunkt der Entstehung der Burg Heinfels geht weit ins Dunkel der Geschichte zurück, wobei sich allerlei Sagen um dieses Ereignis tradiert wurden. Angeblich sollen die Hunnen die Burg errichtet haben, worauf der Name der Burg hindeuten könnte. Bis ins 16 Jh. wurde die Burg als „Huonenfels“, „Huonifels“, „Huenfels“ oder „Heunfels“ bezeichnet. Nach aktueller Forschung geht man jedoch davon aus, dass Heinfels von den Awaren gegründet wurde. Wahrscheinlich gehörte die Burg seit dem 7. Jh. den Herzögen von Bayern, später den Bischöfen von Freising. Durch die Mongolengefahr wurde sie im 13. Jahrhundert verstärkt und umgebaut. ![]() Ansicht der Burg um 1910 In den unmittelbaren Besitz des Landesfürsten gelangte Heinfels jedoch schon wieder 1570, als Erzherzog Ferdinand die Pfandschaft einlöste. 1581 wurde sie jedoch wieder dem Brixner Bischof Thomas als Pfand überlassen. Im Jahre 1612 fiel Heinfels abermals durch Pfandeinlösung an Erzherzog Maximilian, der die Burg und Herrschaft Engelhard Dietrich von Wolkenstein-Trostburg mit dem Vorbehalt des Wiederkaufrechtes übergab. Geldverlegenheit hatte König Max zu diesem Schritt gezwungen. Im Tiroler Bauernkrieg wurde Heinfels 1525 von Bauern besetzt, und als es wieder in der Hand des Bischofs war, am 7. Juli 1526 von Michael Gaismair mit 2000 Mann belagert. Die Burg, die mit Geschützen und Kriegsknechten vom Bischof versehen worden war, konnte sich halten. Aus der Feder seines Bruders Marx Sittich von Wolkenstein stammt eine bemerkenswerte Beschreibung der Gegend. Er rühmt die herrliche Herrschaft Heinfels, in der es ertragreiche Gemsjagden gibt, und wo auch Luchse zur Strecke gebracht werden können. Besonders hebt er die blühende Viehzucht in diesem Gebiete hervor, die Brixen mit Fleisch versieht. Jedoch mit der Herrschaft der Wolkensteiner sollte es bald vorbei sein. Erzherzog Leopold kaufte 1629 die Herrschaft zurück und verlieh sie dem Damenstift zu Hall, das damals wohl sehr viel Geld. aber weniger Grundbesitz hatte. Die Zeit um 1600 war überhaupt für die Burg schicksalsträchtig. 1605 dürften Bauarbeiten am Hunnenturm durchgeführt worden sein, und dann kam die Feuersbrunst vom 15. Jänner 1613. Große Teile der Burg brannten nieder, jedoch baute die Hofkammer die Gebäude wieder auf, und die Tiroler Landschaft setzte die Festungswerke instand. Ungefähr ein Jahrhundert später (1714) beschädigte ein Erdbeben die Wohnung des Pflegers, der uns über dieses Ereignis folgenden Bericht gibt: ,,Die Erdbeben haben sich darin merklich hören lassen und neben anderen auch in den heinfelsischen Mauern ein und den anderen Schaden verursacht". ![]() Blick von Panzendorf auf Heinfels 1933 Der ursprüngliche Kern (sogenannte Hunnenturm auf der Kuppe des Burghügels) ist der auf einer späteren Wendeltreppe erreichbare Bau auf der höchsten Stelle des Burghügels, der aus dem Burgfried und dem daran anschließenden Palas bestand mit dem südlich angebauten Kapellentrakt. Der tiefer liegende Westteil kam um 1500 dazu, auch die Zwingeranlagen an der Süd- und Ostseite mit Türmen, Toren und Schießscharten, die um 1600 von dem damaligen Burgherren Engelhart Dietrich von Wolkenstein erneuert wurden. St. Laurentius Kapelle: Die Fresken stammten von Leonhard von Brixen und sind heute im Lienzer Museum zu besichtigen. Auf der Ostwand befinden sich noch Fragmente älterer Fresken, die aus der Frühgotik stammen. Quelle: Gemeinde Heinfels |





