| Thurnegg |
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Bereits im Mittelalter taucht der Name Rotholz auf. „Die gueter umbs Rotholtz“ gehörten damals dem Geschlecht der Herren von Rottenburg, die im Jahre 1180 als Ministerialien der Grafen von Andechs (Verwaltungsbeamte, die in den niederen Adel gehoben wurden) genannt werden. Die eigentliche Geschichte von Schloss Thurnegg, in dem heute die Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Rotholz beheimatet ist, beginnt erst mit Erzherzog Ferdinand II (1529-1595), Landesfürst von Tirol, der seiner Frau Philippine Welser ein idyllisches Jagdschloss mit einem Tiergarten erbauen ließ. Hier wurden Hirsche, Rehe und Fasane gehalten. Mauerreste des ehemaligen Tiergartens sind auch heute noch vorhanden. In Rotholz bestand der „Der feste Thurn“ (Turm) als Vorwerk der Rottenburg. 1576 begann der Bau des Schlosses Thurnegg, das „mit sambt allen seinen Zimmern, Sälen, Capellen und Thürn auch allen anderen nebengepänden neu erpaut wurde“. Baumeister war der vielbeschäftigte Alberto Lucchese, von dem u.a. auch die Hofburg der Fürstbischöfe von Brixen, das Ballspielhaus im Hofgarten zu Innsbruck, die Rüstkammer auf Schloss Ambras und die Innsbrucker Kapuzinerkirche stammen. Am 17. Jänner 1874 beschloss der Tiroler Landtag eine Fachschule für Milchwirtschaft und Viehzucht zu errichten. Nach längeren Erhebungen des Landesausschusses über mögliche Standorte wurde schließlich mit der fürstbischöflichen Mensalverwaltung ein Pachtvertrag abgeschlossen. Zu diesem Zweck wurden die Wirtschaftsgebäude in den Jahren 1877 und 1878 vollständig umgebaut. Im Schloss selbst wurden keine Reparaturen vorgenommen. MUSEUM FÜR BÄUERLICHE GERÄTE UND EINRICHTUNGEN Seit 1957 sammelt die Lehranstalt – auf Anregung des damaligen Landesrates Eduard Wallnöfer – Gegenstände aus dem bäuerlichen Bereich (hauptsächlich aus dem Arbeitsbereich):
DIE ROTHOLZER KIRCHE Nachdem für die damals rund 200 Schüler und Schülerinnen und für die Rotholzer Bevölkerung die alte Schlosskapelle zu klein geworden war, ließ das Land Tirol eine neue Kirche auf der Westseite des Schlosses erbauen. In den Jahren 1957 bis 1960 wurde der Bau ausgeführt, sodass Bischof Dr. Paulus Rusch am 5. März 1960 die Einweihung vornehmen konnte. Das Äußere der Kirche ist der barocken Bauart des Schlosses Thurnegg angeglichen. Patron der Kirche ist der „Heilige Sebastian“ – so wie früher in der alten Schlosskapelle. weitere Informationen: www.rotholz.at |



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