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Die Burg Laudegg ist in der Nähe von Ladis im Tiroler Oberland gelegen. Auf dem Burghügel lassen sich bereits frühgeschichtliche Spuren nachweisen. Über die Entstehung der Anlage selber ist nichts Genaues bekannt, sie wird urkundlich aber erst im Jahre 1239 erwähnt. Gebaut wurde sie wahrscheinlich zwischen 1200 und 1230. 1239 werden die Herren von Laudeck erstmals erwähnt, welche Ministerialen der Grafen von Tirol waren. Sie muss sich im landesherrlichen Besitz befunden haben, da 1259 Graf Meinhard II. Laudeck seiner Gemahlin Elisabeth von Bayern als „Wittum“ (Witwensitz) vermachte. 1269 wurde die Burg Laudeck Gerichtssitz und erhielt dadurch besondere Bedeutung für das gesamte Umland. Daneben war auch der Sitz des Pflegers in der Burg untergebracht, welcher als Stellvertreter des Landesherrn und Verwaltungsinstanz agierte. 1406 wurde die Burg von den Appenzellern überfallen und niedergebrannt, da diese den Abt von St. Gallen verfolgten, der sich in Frauenkleidern in die Burg geflüchtet hatte. Nach diesem Zwischenfall wurde Laudeck bald wieder aufgebaut.1471 ließ Erzherzog Sigmund das Schloss Sigmundsried in Ried errichten, wohin 100 Jahre später der Gerichtssitz bereits verlegt wurde. Laudeck diente als dieser Zeit nur mehr als Gefängnis und Waffendepot. 1744 wurde bereits erwogen die Burg zu schleifen um die umstehenden Gebäude vor herabstürzenden Teilen zu schützen.
1964 wurde Laudeck von der Familie Apel erworben, welche die Burg vor dem weiteren Verfall bewahrte und öffentliche Führungen ermöglicht. Die Anlage hat einen einfachen quadratischen Grundriss: ein breit angelegter Bergfried mit 2 Wohngeschossen und ein rechteckiger Palas stammen noch vom ursprünglichen Bau aus dem 13. Jahrhundert. 1325 wird erstmals ein kleiner See bei der Burg erwähnt, welcher als Fischweiler angelegt wurde. Später wurde dieser auch im Fischereibuch Kaiser Maximilian erwähnt.
Führungen: Jeden Mittwoch jeweils 9.00, 9.45, 10.30 und 11.15 Uhr
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