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Geboren am 24. Februar 1867 in Axams, gestorben am 15. März 1943 in Wien. Der Sohn des Lehrers Josef Schönherr verbrachte die ersten Lebensjahre in Axams. 1872 ging die Familie Schönherr nach Schlanders, da sein Vater dort zum Oberlehrer bestellt wurde. Fünf Jahre später verstarb dieser und seine Mutter Maria ging mit den Kindern nach Bozen, wo er und sein Brüder die Mittelschule absolvierten. Karl Schönherr besuchte in Brixen, Hall und Bozen das Gymnasium und studierte im Anschuss an der Universität Innsbruck Germanistik. Zu dieser Zeit begann er sich auch für die Bewegung „Jung Tirol“ von Adolf Pichler zu interessieren. Trotz seiner Schriftstellerleidenschaft wechselte er 1887 sein Studium auf Medizin. Während dieser Zeit entstanden durch Ermunterung von Rudolf Greiz seine ersten Mundartgedichte und Erzählungen, sowie seine erste Novelle „Das Gamsenbödel“ (1888). Zwischenzeitlich versuchte er sich als Apothekeranwärter, bevor er sein Medizinstudium in Wien fortsetzte. 1896 promovierte er zum Dr. med.. Sein erstes Buch „Innthaler Schnalzer, Gedichte in Tiroler Mundart“ brachte er 1895 heraus. Obwohl er in Wien, beziehungsweise in St. Pölten als Hilfsarzt arbeitete, verweilte er im Sommer in Telfs bei seinem Freund Josef Pöschl (Maler und Bildhauer). Nach weitern Werken schaffte er 1902 den Durchbruch mit „Sonnwendtag“, welches im Burgtheater uraufgeführt wurde. Daraufhin widmete er sich nur mehr dem Schreiben und beendete seine medizinische Karriere. Neben Pöschl verkehrte er unter anderem mit Adolf Lorenz, Peter Rosegger und Vinzenz Chiavacci. 1922 heiratete er die Witwe von Chiavacci, der 1916 verstorben war. Sein weltweiter Erfolg brachte ihm eine Vielzahl von Auszeichnungen ein. Unter anderem erhielt er das Ritterkreuz des Franz Josepfs-Orden, den Bauernfeldpreis, den deutschen Schillerpreis und dreimal den Grillparzerpreis. Auch die Innsbrucker Exl-Bühne führte erfolgreich seit 1904 seine Werke auf. Anlässlich seines 60. Geburtstages gab es neben einer Vielzahl von Auszeichnungen und Ehrungen auch seine erste Gesamtausgabe seiner Werke in vier Bänden. Die Gemeinde Axams enthüllte anlässlich seines 70. Geburtstages eine Bronzetafel, die an seinem Geburtshaus angebracht wurde. Die letzen Jahre von seines Lebens waren von Krankheit geprägt. 1939 erkrankte er an schwerem Siechtum, woran er am 15. März 1943 erlag und in Wien begraben wurde. Ihm zu Ehren wurde im Innsbrucker Stadtteil Saggen eine Straße benannt. Karl Schönherrs Werke:
Das Gamsenbödel, 1888 Inntaler Schnalzer, Gedichte in Tiroler Mundart. Gedichte, 1894 Tiroler Marterln. Gedichte, 1894 Allerhand Kreuzköpf. Erzählungen, 1894 Der Judas von Tirol. Drama, 1897 Die Bildschnitzer. Drama, 1900 Sonnwendtag, 1902 Caritas. Erzählung, 1905 Karrnerleut. Drama, 1905 Familie. Drama, 1905; unter dem Titel Kindertragödie, 1913 Erde. Komödie des Lebens, 1907 Das Königreich, 1909 Über die Brücke, 1909 Glaube und Heimat. Die Tragödie eines Volkes. Drama, 1910 Aus meinem Merkbuch. Erzählung, 1911 Schuldbuch. Erzählung, 1913 Tiroler Bauernschwänke. Erzählungen, 1913 Der Weibsteufel. Drama, 1915 Volk in Not. Drama, 1916 Frau Suitner. Schauspiel in fünf Akten, 1916 Das Königreich. Volksmärchen in vier Akten. 1917 Narrenspiel des Lebens. Ärztetragödie, 1919 Die Hungerblockade. Drama, 1919 Der Kampf. Drama, 1920 Vivat academia, 1920 Es. Schauspiel in fünf Akten, 1922 Der Armendoktor. Drama, 1927 Der Spurius. Österreichische Komödie in drei Akten, 1927 Herr Doktor, haben Sie zu essen?. Drama, 1930 Gesamtausgabe seiner Werke in vier Bänden, 1927 Passionsspiel. Drama, 1933 Lied der Liebe, 1936 Die Fahne weht. Schauspiel in drei Akten, 1937 (Autor: IFE)
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